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S T A L I N

Eine vierteilige Dokumentation von Hartmut Kaminski, 1992 - 1993.
Mitarbeit: Elke Jonigkeit. Redaktion: Wilhelm Reschl (SDR + ARTE)

Einführung   |    Folge 1   |    Folge 2   |    Folge 3   |    Folge 4

Keine andere Person der Zeitgeschichte hat das Schicksal von hunderten Millionen Menschen stärker geprägt als der sowjetische Diktator Josef Stalin.

Fast doppelt so lange wie sein Gegenspieler Adolf Hitler hat er die Geschicke eines Staates bestimmt, in dem 160 Millionen Menschen lebten und der ein Sechstel der Erde umfaßte. Alle entscheidenden Veränderungen im russischen Reich nach der Oktoberrevolution gehen auf Stalin zurück: Die Kollektivierung der Bauern, "Stalins Revolution von oben", war der größte historische Eingriff in die Geschichte der Völker der Sowjetunion, den es jemals gab. Nach 1945 ist es Stalin gelungen, sein System in die Länder Ostmitteleuropas zu exportieren.

Die Opfer seiner Herrschaft hat niemand gezählt. Sicher ist, daß Millionen Menschen während der Herrschaft Stalins in der Sowjetunion selbst und in den Satellitenstaaten ihr Leben verloren haben. Der "große Terror" der 1930er Jahre, das Heer der Zwangsarbeiter, die Ermordung fast aller Mitkämpfer aus den Tagen der Revolution, die Erschießung praktisch aller Militärführer der Roten Armee, ist untrennbar mit dem Namen Stalins verbunden. Dabei hat sich Stalin für seine Untertanen in einen mythischen Halbgott verwandelt; nur ihm trauten die meisten Sowjetmenschen zu, ihr Land vor der Bedrohung von außen und dem Zerfall im Innern zu retten.

Als Stalin starb, weinten selbst die Gefangenen in den Straflagern Sibiriens - das war am 5. März 1953.

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"Vergeßt nicht, daß wir in Rußland leben, im Land der Zaren. Das russische Volk sieht gerne einen Mann an der Spitze."
Stalin in den 1930er Jahren
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Freilich nicht allein dieser "Gedenktag" hat den Süddeutschen Rundfunk veranlaßt, eine Stalin-Serie in Auftrag zu geben. Ebenso wichtig war ein anderer Grund: erst seit dem Ende der Sowjetunion ist es möglich geworden, Filmmateriel über die Niederschlagung des legendären Aufstandes der Kronstädter Matrosen im März 1921 zu sehen. Ausführlich können auch die unmenschlichen Bedingungen für die Zwangsarbeiter auf den "Großbaustellen des Kommunismus", wie etwa dem Moskau-Wolga-Kanal, dokumentiert werden.

Durch die Mitarbeit des russischen Stalin-Biographen und Jelzin-Beraters, Generaloberst a. D. Dimitri H. Wolkogonow, hat der Autor auch Zugang zu den "streng geheimen" Beständen des russischen Präsidentenarchives bekommen. So konnten u. a. das Orginaldokument, in dem Stalin den Mord an Tausenden polnischen Offizieren in Katyn und anderen Lagern Westrußlands befohlen hat, verwendet werden. Kommentare des ehemaligen Sowjethistorikers Wolkogonow und einiger Zeitzeugen ergänzen das historische Material. In diesen Statements zeigt Wolkogonow auch auf, wie wenig sich Stalins Nachfolger, einschließlich Michail Gorbatschow, vom Erbe des roten Diktators lösen konnten.


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