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Die Frauen von Kabul - Gymnasiastinnen

Gymnasiastinnen in Kabul

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"In unserer Heimat gab es die Tschadari auch schon früher, vor allem auf den Dörfern. Einige haben sie getragen, andere nicht. Das war eigentlich freiwillig."

"Anfangs war es sehr schwer. Jetzt haben wir uns daran gewöhnt - und eigentlich ist es ganz gemütlich darunter."

"Als die Taliban die Macht übernommen hatten, konnte ich drei bis vier Monate das Haus nicht verlassen. Wir waren vier Frauen und hatten keine Schleier. Und vier Tschadari auf einmal konnten wir uns nicht leisten."

"Ich war mit meiner Mutter in der Stadt. Ich suchte sie und erkannte sie nicht. Dabei stand sie direkt neben mir. Ich zog mal an dem einem, mal an dem anderen Schleier und fragte: Mutter? - Dabei stand sie genau neben mir. "

"Wir gingen auf den Friedhof, um zu beten. Die Sonne blendete mich. Ich konnte nicht einmal bis vor meine Füße sehen. Ich konnte den Weg nicht sehen. Als wir runter gingen, bin ich auf der letzten Treppe gefallen. Ich bekam einen richtigen Schock. Bis jetzt leide ich unter dem Schock."

 

"Ich sollte Dich nochmals schubsen - dann wird Dir der Schock schon vergehen."

"Auch heute trauen sich die Frauen nicht, die Tschadari abzulegen. Besonders die jungen Frauen haben noch immer Angst. Sie denken, wenn ich den Schleier hochschlage, könnte ein Talib kommen und mir Säure ins Gesicht spritzen."


Parwin "Was denkt ihr über Eure zukünftige Ehe?"
Mädchen 1 "Nach dem Studium, falls ich dann noch lebe, werde ich mit Erlaubnis meiner Familie einen wählen, wie es die Tradition verlangt. Bis jetzt dachte ich nicht daran."
Parwin "Solltest Du aber!"
Mädchen 1 "Kommt Zeit, kommt Rat, sagt ein Sprichwort."
Parwin "Aber etwas hast Du doch gedacht?"
- Gymnasiastinnen in Kabul
Mädchen 1 "Zur Zeit will ich nur lernen, das ist das Wichtigste."
Mädchen 2 "Wir leben in einer islamischen Gesellschaft. Was meine Familie sagt, werde ich akzeptieren."
Mädchen 3 "Die Familie fragt oft, ob die Mädchen zustimmen. Sind sie aber total dagegen, gilt für ein islamisches Mädchen die Familienentscheidung."
Parwin "Du willst jemanden, den Deine Familie nicht will. Oder sie will jemanden, den Du nicht willst: was dann?"
Mädchen 3 "Bis heute hat mir noch keiner gefallen."

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