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Die Frauen von Kabul - die Schneiderin Hafiza

"Dann ist mein Mann in Indien gestorben. Wir haben ihn dort begraben. Als ich zurückkam, nahm das Unglück seinen Lauf. Nach zwei Jahren - wie es das Schicksal wollte - heiratete ich ein zweites Mal, den Vater meiner Töchter. Er war General bei Massud und ich habe ihn geheiratet. Nach der Machtübernahme der Taliban sagte man: "Euch kommunistische Generäle brauchen wir nicht mehr." Darunter litt er sehr. Dann blieb er zu Hause, ging nicht mehr arbeiten, und diese Sorge verursachte einen Gehirnschlag. Das passierte etwa vor 4 Jahren, jetzt beginnt das 5., seitdem mein zweiter Mann gestorben ist. Für mich selber war es damals nicht möglich zu arbeiten. Es gab ja viele Schwierigkeiten unter den Taliban, Schleier, keine Arbeit für Frauen .... - das war ja für Frauen unmöglich. Ich habe meinen Goldschmuck Stück für Stück verkauft. So habe ich überlebt. Ich bin zwar krank und habe nicht mehr die Kraft wie früher. Mein Augenlicht hat nachgelassen, und körperlich bin ich auch nicht mehr so fit. Trotzdem reiße ich mich zusammen und möchte für meine Heimat etwas tun. Und ich möchte das Brot für meine Kinder selbst verdienen."

 

Hafiza

Hafiza in der Fabrik  

"Zuerst hat man unsere Fabrik geplündert, dann angezündet und verbrannt. Man hat sie zum Militärposten gemacht. Schwarz und dreckig - von der alten Fabrik gibt es gar nichts mehr. Bisher habe ich unsere alte Fabrik von innen noch nicht gesehen, aber von außen ist sie eine Ruine, zerstört von Bomben und Raketen. Bis sie wieder aufgebaut ist - das wird lange dauern. Ich wurde 1980 in dieser Fabrik angestellt. Damals gab es hier noch keine Schneiderei. Alle anderen Bereiche, wie Mauerbau, Tischlerei usw. hatten wir schon - alle Abteilungen, damit man eine Siedlung bauen kann. Nur noch keine Schneiderei.

Die ersten Personen, die in der Schneiderei angestellt wurden, waren ich und mein erster Mann. Wir haben sie gegründet. Wir hatten ungefähr 30 Lehrlinge, oder mehr. Das waren noch keine gelernten Schneiderinnen. Wir haben ihnen das Schneiderhandwerk beigebracht. Viele von diesen Leuten ernähren sich noch heute von diesem Beruf. Anzüge für den Winter und den Sommer und Schutz- Handschuhe für alle Arbeiter haben wir hergestellt."

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