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Gedenkveranstaltung zum 60-jährigem Kriegsende in Kaunas

Am 9. Mai 2005 wird überall in der ehemaligen Sowjetunion das 60-jährige Jubiläum des Kriegsendes mit Deutschland gefeiert.

Dieser "Tag des Sieges" war schon immer in den Ostländern ein hoher Feiertag. Doch dieses Jubiläum will der Welt eine besondere Botschaft vermitteln: dass es trotz des ungeheuren Leids von damals möglich ist, dass aus ehemaligen Feinden Menschen werden, die sich gegenseitig achten – manchmal sogar Freunde werden. Diese Feierlichkeiten stehen unter dem Zeichen der Aussöhnung. So ist die Einladung des russischen Staatspräsidenten Putin an den deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder zu verstehen, an diesem für die Russen so bedeutungsvollen Gedenktag in Moskau als Gast teilzunehmen – zum ersten Mal in der langen Nachkriegsgeschichte.

Es soll eine besondere Zeremonie werden, ein großes europäisches Ereignis. Dies wohl auch deshalb, weil dieses Jubiläum sicher das letzte sein wird, an dem die jetzt noch lebenden Veteranen mitfeiern können. Und sie befreiten damals nicht nur ihre Heimat, sondern auch uns Deutsche vom Faschismus. Heute sind sie 80 Jahre oder älter.

Bei der Arbeit zu dem Film 'Liebe im Vernichtungskrieg' lernte Hartmut Kaminski den größten Memorialkomplex von Litauen, das FORT IX kennen. Ebenso besuchte er die Jüdische Gemeinde von Kaunas, in deren Stadt zur Zeit der deutschen Okkupation das größte Ghetto Litauens errichtet wurde. Kaunas war damals die Hauptstadt Litauens.

Das FORT IX ist die Hauptgedenkstätte zur Erinnerung an den Holocaust und Genozid in Litauen, verübt von Deutschen und Russen. Hier leisten etwa 75 Menschen - unter ihnen mehrere Historiker – Erinnerungsarbeit.

Das jetzige Museum FORT IX war zur Zeit der deutschen Okkupation Ort von Massenexekutionen: mehr als 50.000 Menschen wurden hier ermordet, unter ihnen 30.000 Juden. Die meisten von ihnen gehörten der Jüdischen Gemeinde von Kaunas an. Auch Juden aus Deutschland wurden hier exekutiert - allein aus München fanden hier 1.000 Menschen den Tod. Das FORT IX war ebenfalls der Ort der Vernichtung des litauische Widerstandes, besonders der Intelligenz.

Als die Direktorin des FORT IX und der Leiter der Jüdischen Gemeinde in Kaunas die Filmserie 'Steh auf, es ist Krieg!' und den Film 'Liebe im Vernichtungskrieg' bzw. 'Die Kinder von Auschwitz' sahen, reifte der Plan, diese Dokumentationen dort zu zeigen und darüber zu diskutieren.


Hartmut Kaminski hält in Kaunas eine Rede. An seiner Seite: Aida  Mikalauskaite (Dolmetscherin).

Nun scheint der Zeitpunkt dafür gekommen: das FORT IX wird für das 60-jährige Jubiläum des Sieges (und des Friedens) zur zentralen Gedenkstätte Litauens ausgewählt. Alle Veteranen Litauens werden hierhin eingeladen, gemeinsam mit ihren Mitbürgern dieses Ereignis würdig zu feiern und sich ihrer Toten zu erinnern.

'Steh auf, es ist Krieg!' wird wichtiger Bestandteil dieses Festaktes. Die Jüdische Gemeinde von Kaunas führt sogar zu diesem Anlass am Vorabend zum Sabbat eine eigene Gedenkveranstaltung mit 'Die Kinder von Auschwitz' in ihrer Synagoge durch.


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